Stammbaum - Chen Bo / Bu


Chenjiagou

Mit dem Ende der Yuan-Dyanastie ist China von Aufständen zerrüttet. Der erste Kaiser der Mingdynastie Hongwu/Zhu Yuanzang (1368-98) schlägt die Aufstände nieder und vereint das Land. Gegen die weiterhin aufständischen Soldaten der Yuan-Dynastie unter General Timur führ er einen grausamen Feldzug im Verwaltungsbezirk Huaiqing, Wen Provinz.
Als er den Aufstand zerschlagen hatte, richtet sich sein Zorn gegen die Bevölkerung in Huaiqing, da diese in seinen Augen die aufständischen Soldaten gegen die himmlischen Soldaten des Kaisers unterstützt hatten.
Dreimal zieht er gegen die Bevölkerung und tötet unerbittlich Männer, Frauen und Kinder. Hatten die Soldaten ein Dorf zerstört legten sie das Hab und Gut der getöteten Bewohner auf dem Dorfplatz aus. Fehlte am nächsten Tag etwas, wurden die fehlenden Sachen gesucht und das nächste Dorf zerstört. Danach war die Provinz übersät mit Leichen.

Noch immer nicht befriedigt, erhob der Kaiser dreimal so hohe Steuern wie in den anderen Provinzen.
Alsdann befahl er die Umsiedlung aus der überbevölkerten Shanxi-Provinz in die Wen Provinz.
Unter den Umsiedlern befand sich auch Chen Bo / Bu. 1374 zog er zunächst mit seiner Familie von Hongtong in ein Gebiet im Südosten der Wen Provinz. Sie reinigten das Land von den Leichen, bauten Häuser aus Lehm mit Grasdächern. Das Dorf erhielt in Folge den Namen Chen Bu Zhuang (Dorf des Chen Bu), da Chen Bu Aufgrund seiner offenen Art sehr beliebt bei den übrigen Dorfbewohnern war. Doch die schlechten Bodenverhältnisse ließen eine dauerhafte Ansiedelung nicht zu.

Zwei Jahre später siedelte er in das Dorf Chang Yang, das heutige Chenjiagou, um.
Chen Bo war bekannt für seine Hilfsbereitschaft und Aufrichtigkeit sowie für seine außerordentlichen Fähigkeiten im Faust- und Waffenkampf.
Es heißt, dass das Dorf von räuberischen Banditen geplagt wurde. Nach Chen Bos Einzug stellte er einen Trupp von 100 Leuten zusammen, bildete sie in Kampfkunst aus und zog mit ihnen gegen die Banditen, bis keine Überfälle mehr erfolgten.
Hernach gründete er eine Schule für die Ausbildung in Kampfkunst in seinem Dorf und Lerneifrige von überall kamen zu ihm um von ihm zu lernen.

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