Buddhas Wächter stampft mit dem Stößel 2
„jin gang dao dui“

Dies ist der zweite Buddhas Wächter, ausgeführt in der Taiji Routine, Nummer 4 in der Reihenfolge.

1. Himmelsrichtungen des Körpers

In der Taiji Routine orientiert sich diese besondere Position, wie auch „dan bian“ (Einzelne Peitsche), „xi lou ao bu“ (Knie umfassen und hochheben), „ye ma fen zong“ (Die Mähne des Wildpferdes teilt sich), „juan dao gong“ (Rückwärtsgehen und die Arme eindrehen), „shan bu qi xing chui“ (Vorwärtsschreiten und mit 7 Sternen schlagen) in die vier Himmelsrichtungen: Osten, Westen, Süden und Norden.

2. Siebenzeiler gewidmet der Position

Chen Xin Schaubild 1.4.1.

Fig.1.4.1:
Buddhas Wächter stampft
mit dem Stößel
(„jin gang dao dui“)

Nach Westen ausgerichtet, vollführen wir die Stellung ein zweites Mal.
Der Rumpf zeigt zuerst in die nordwestliche Ecke,
Die oberen und unteren Extremitäten bewegen sich zugleich (gleichseitig).
Das Leere und das Solide sind klar zu erkennen -
Das ist es, was dir im Bewusstsein sein sollte.
Lass dich nicht durch die vielen Details verwirren und den Weg blockieren.
Die linke Seite ist leer, während rechts solide genug ist für „bai e liang chi“ (Der weiße Kranich breitet seine Flügel aus).
Um die Position dazustellen, versuche den beschreibenden Namen (Name der Position) zu verkörpern.
Störe nicht die Einheit von „shen“ und „qi“.
Wenn „shen“ und „qi“ unentwegt fließen,
werden Arterien und Venen richtig funktionieren um Blut fließen zu lassen.

Führen wir das erste Mal „jin gang dao dui“ aus sind wir nach Norden ausgerichtet. Diese Mal zeigen wir nach Westen. Der Grund für diesen Richtungswechsel liegt in der vorangegangenen Position „ dan bien“ (Nr. 3, die einzelne Peitsche) endet mit dem linken Arm nach Westen zeigend und dem rechten Arm nach Osten und gibt somit „zhong qi“ vollständig frei.

Wenn wir den Schritt machen in „jin gang dao dui“, beende ihn, als würdest du ihn nicht beenden (dies bedeutet, die körperliche, äußere Bewegung endet, die innere Bewegung des Geistes jedoch gibt weiterhin darauf acht, was innerlich und äußerlich geschieht). Schau zu der führenden, linken Hand und leicht darüber, sei ebenso der rechten Hand und den Bereichen kurz darunter gewahr. Beide Schultern sind entspannt und hängen gelöst nach unten. Die linken Zehen zeigen nach Norden wie in der vorangegangenen Position. Um die Position von nördlicher in westliche Richtung zu wechseln, sollte die beiden Füße nicht die Form der chinesischen Zahl 8 (八 pinyin ba) einnehmen.

Dann hebe die linken Zehen an und bewege sie nach außen und westwärts, drehe die linke Ferse und rege so den Akupunkturpunkt „da zhong“ an, der neben dem Zentrum der Ferse liegt. Haben die linken Zehen einmal die unsichtbare, nach Westen zeigende Linie gekreuzt, dreht sich der linke Fuß leicht nach innen bevor er auf den Boden gesetzt wird. Zur selben Zeit senke die linke Hand in einem Kreis nach unten, die Bewegung beginnt außen und endet vor der Brust, die Handfläche zeigt nach unten. Forme eine Faust mit der rechten Hand und hebe sie an, wie in einer hämmernden Aktion, als hättest du einen Stößel in der Hand. Während dieses geschieht, drehe die linke Hand nach außen und senke sie bis auf Höhe des Unterleibs, Handfläche nach oben, sodass sie der Mörtel / Mörser wird für den Stößel der rechten Faust.

In dem Moment, wenn die linke Ferse sich dreht und die linke Hand sich nach innen bewegt vor die Brust, bewegt sich die rechte Hand in einem großen Kreis nach unten und vorwärts nach Westen, vorbei an der rechten Seite des Körpers, die Handflächen schräg vorwärts, Finger zeigen nach unten. Dann balle die rechte Hand zu einer Faust in Form eines Stößels, um den Akupunkturpunkt „lao gong“ zu stimulieren, in der Mitte der linken Handfläche. Wenn die linke Ferse nach Westen dreht, dreh den Körper in die gleiche Richtung. Dadurch wechselt die Richtung in die du schaust von Norden nach Osten.

Mit Ausnahme der Richtung, sind alle Bewegungen in der „ jin gang dao dui“ Position generell gleich der ersten Ausführung (Position 1) in der Taiji Routine. In der ersten Ausführung ist die symbolische Entwicklung limitiert bei „dan bien“ (Position 3). Deshalb wiederholen wir „jin gang dao dui“ durch die Form hinweg um die Richtungen der darauffolgenden Sequenzen umzudrehen.

3.Siebenzeiler gewidmet der Position

Die Position wurde bereits vorbereitet;
Nun ist sie wiederholt in einer anderen Art und Weise;
Vorhergehend zeigte sie nach Norden,
Dieses Mal zeigt der Rücken nach Osten.
Von oben ist sie logisch verbunden mit „dan bian“
Von unten ist sie gefolgt von „bai e liang chi“
Welche die Stärkere ist.
Hast du erst einmal die Neuorientierung des Körpers verstanden,
wird der spirituelle Mechanismus den Wechsel daraufhin einsetzen.