Chen Xin, „Die 36 Krankheiten des Pushhands (Schiebende Hände)”

Es heißt, im Jahre 1932 besuchten Tang Hao (1887-1959, Historiker für Kampfkünste) und Chen Ziming, ein Neffe Chen Xins, der zu dieser Zeit in Shanghai unterrichtete, gemeinsam Chenjiagou. Chen Chunyuan, dem Chen Xin die Kopien seines Buches gegeben hatte, zeigte den beiden Besuchern das Buch.
Später als Tang Hao Guan Baiyi, den Präsidenten der Kampfkunstschulen der Henan Provinz, traf, berichtete er von dem Buch und riet ihm, sich eine Kopie davon zu besorgen.
Guan Baiyi sammelte 700 $ um das Buch von Chen Chunyuan zu kaufen und veröffentlichte es im Jahre 1933 unter dem Namen „Chen Stil Taiji Quan Bildliche Beschreibung” (Chen Style Taiji Quan Illustrative Description).
Da Chen Chunyuan sehr arm war zu dieser Zeit, konnte er erst mit Hilfe dieses Geldes von Guan Baiyi Chen Xins Leichnam beisetzen.
Guan Baiyis Veröffentlichung des Buches machten Chen Xin und sein Buch berühmt.
Es heißt weiter, dass Chen Ziming, als er das Buch gezeigt bekam, zwei Artikel daraus entnahm, „Die 36 Krankheiten des Pushhands” sowie „Die 16 Elemente des Pushhands” und sie 1932 in seinem eigenen Buch veräffentlichte. Daher sind diese nicht in Chen Xins Buch enthalten und nicht so sehr bekannt.
Der Artikel „Die 36 Krankheiten des Pushhands” beschreibt einige der üblichen Fehler in der Taiji Quan Pushhands Praxis.
Jedes Element hat einen eigenen Namen sowie einen oder zwei erklärende Sätze. Der letzte Abschnitt ist eine Zusammenfassung. Einige diese Fehler sind der allgemeinen Art, einige finden sich in bestimmten Techniken. Dies macht diesen Artikel besonders für Anfänger interessant.
Da die Grundprinzipien des Taijiquan sich sehr von denen anderer Kampfkünste unterscheiden, sind einige Fähigkeiten und Prinzipien für andere Kampfkünste vielleicht geeignet, nicht jedoch für das Taijiquan, besonders bei Fähigkeiten, bei denen es auf athletisches Können ankommt.
Dieser Artikel zeigt die Fehler auf, die für das Pushhands nicht geeignet sind, auch dann, wenn sie sich in einigen Momenten vielleicht richtig anfühlen.
Die Fehler werden als Krankheiten bezeichnet, weil sie die Entwicklung von wahrhaftigen Taijifähigkeiten behindern.

Es heißt aber auch nicht, dass sie nicht angewendet werden können, nur sollte dies nicht absichtlich geschehen.
Durch den kontinuierlichen Gebrauch dieser Fehler werden sie zur Gewohnheit und der Praktizierende kann kein hohes Niveau/Level erreichen.

In der Praxis des Taiji heißt es immer, von etwas loslassen, was sich vielleicht heute gut anfühlt aber nicht dem Taijiprinzip entspricht.
Zum Beispiel scheint es eine gute Verteidigung zu sein, die Hand des Gegners, die direkt am Körper pushen will, zu blockieren, wird es jedoch kontinuierlich angewendet, erlernen wir nicht die Fähigkeit dieses Problem zu lösen, wenn wir direkt am Körper bedrängt werden. Nach dem Prinzip des Taijiquan sollte sich der Praktizierende mit jedem Teil seines Körpers zur Wehr setzten können.
Wo auch immer der Gegner den Körper berührt, agiert dieser Teil des Körpers.
Da die Prinzipien und Fähigkeiten des Taijiquan sehr ungewöhnlich sind, sind sie anfänglich schwer verständlich.
Dieser Artikel kann helfen zu unterscheiden, wo die Fehler in der eigenen Praxis liegen und wo gemäß des Prinzips trainiert wird.
Er wurde im klassischen Chinesisch geschrieben, mit vielen altertümlichen Begriffen, daher wurden einige erläuternde Begriffe angefügt um das Verstehen zu erleichtern.

Hier nun die Übersetzung von „kashou san shi liu bing”

擖手三十六病

(kashou: ein weiterer Name für Pushhands, san shi liu: 36; dieser Artikel enthält insgesamt 36 Fehler, die im Pushhands gemacht werden. Einige von ihnen liegen in der Bedeutung sehr dicht bei einander, so dass ein aufmerksames Lesen von Nöten ist um sie voneinander zu unterscheiden; bing: im klassischen Chinesisch werden falsche Dinge oder Fehler, die jemanden davon abhalten den richtigen Weg zu gehen „bing”, Krankheiten, Erkrankung, Leiden genannt. Sie sind nicht tödlich, werden sie jedoch nicht korrigiert, hemmen sie die Entwicklung).

1. Chou - zurückziehen, entfernen, weggehen, wegkommen


Chou

Dies bedeutet, wenn du angreifst (1) und du befindest dich nicht in der optimalen Position (2) und fühlst, dass du unterliegen wirst, dass du deinen Körper zurückziehen möchtest (3).


Jin

(1) Das ursprüngliche Schriftzeichen ist „jin”, welches bedeutet vorwärts gehen oder hineinkommen. Im Pushhands bedeutet es einen Angriff zu machen.

得機
De Ji

(2) Das ursprüngliche Schriftzeichen ist „deshi”, welches bedeutet an dem (richtigen) Platz zu sein, der einem einen Vorteil über den Gegner verleiht, dem zu Folge ist der Gegner im Nachteil. Ein weiterer technischer Begriff, der häufig benutzt wird ist „deji”, welcher das richtige timing (abpassen des richtigen Augenblicks) bedeutet. Die Bedeutung im Pushhands Prinzip ist immer „deji und deshi” (am richtigen Platz, in der richtigen Position zu sein, sowie den richtigen Moment abzupassen) zu sein.

得勢
De Shi

(3)Wenn du fühlst, nicht in der richtigen Position zu sein und nicht den richtigen Augenblick abgepasst zu haben, möchtest du dich der körperlichen Auseinandersetzung entziehen.

2. Ba - zurückziehen, wegrennen

Dies bedeutet, die Bewegung zurückzuziehen und wegzurennen.

3. Zhe - decken, blocken, sich schützen vor, sich verstecken vor

Dies bedeutet, die Hand zu benutzen, um sich vor dem Gegner zu schützen (1).

(1) Sich schützen vor etwas oder sich bedecken bedeutet zum Beispiel, wenn der Gegner versucht mit seiner Hand in direkten Körperkontakt zu gelangen und es wird eine Hand benutzt um sich vor der gegnerischen Hand zu schützen, oder die gegnerische Hand zu blocken oder wegzustoßen. Dies bedeutet Angst davor zu haben, den Körper zur Verteidigung gegen Angriffe zu benutzen.

4. Jia - abwehren

Dies bedeutet, den Arm zu benutzen, um die gegnerische Hand abzuwehren (1).

(1) Abwehren hat die Bedeutung von Blocken, im Sinne der Kampfkünste durch eine aufwärts- oder nach außengerichtete Bewegung, meistens nach der Kontaktaufnahme mit dem gegnerischen Arm.

5. Keda - direkt dagegen schlagen, aufeinanderprallen

磕打

Dies bedeutet, es sieht aus, als würde man mit etwas direkt gegen etwas schlagen (1).

(1) In vielen Kampfkünsten wird gewöhnlich der direkt aufeinander prallende Block verwendet, doch der Gebrauch eines solchen Aufeinanderprallens verhindert das Erlangen von höheren Taijifähigkeiten

6. Mengzhuang - plötzliches und energisches Zusammenstoßen oder Aufschlagen

猛撞

Plötzlicher aufeinanderprallender, unbesonnener Angriff, lediglich abhängig von unerschrockener Kraft (Mut) um verwegen vorzustürmen; dies ist nicht natürlich (1), es ist einfach nur ein Riskieren, es darauf ankommen lassen.

(1) Natürlichkeit im Taiji bedeutet, auf die vorgegebene Situation zu agieren. Es ist nicht natürlich zu versuchen einfach nur zu gewinnen.

7. Duoshan - täuschen, seitlich umgehen, vermeiden, sich vor etwas drücken

躲閃

Den Kontakt des Körpers durch die gegnerische Hand vermeiden. Eine plötzliche Täuschung zu machen, (1) um den Gegner zu Fall zu bringen.

(1) Sich vom Kontakt zu lösen

8. Qinling - einfallen, Aggression, in etwas eindringen und misshandeln/schinden

侵凌

Zu versuchen in den Raum(1) des Gegners einzudringen und ihn zu misshandeln.

(1) Das ursprüngliche Schriftzeichen ist „jie”, welches Raum bedeutet. Im Pushhands hat jeder sein „jie” (Raum) aus dem heraus er am besten agieren kann. Wird dieser Raum verlassen, verliert man sehr leicht die Balance. In den Raum des Gegners einzudringen bedeutet Gefahr für einen Selbst. Ein hohes Taijilevel zeichnet sich dadurch aus, den Gegner aus seinen Raum herauszulocken oder herauszuführen, damit er in den eigenen Raum versucht einzudringen.

9. Zhan - aufspalten, hacken, abstechen

Es mögen, ein Schwert zu benutzen um etwas zu schneiden/trennen.

10. Lou - in den Armen halten, umarmen, umfassen/umklammern.

Es mögen, ein Schwert zu benutzen um etwas zu schneiden/trennen.

11. Mao - erwehren, abstützen/absichern mit einer Hand, anhalten, aufnehmen, verhelfen

Es mögen, ein Schwert zu benutzen um etwas zu schneiden/trennen.

12. Cuo - reiben, scheuern

Es zu mögen, etwas in den Händen zu reiben. Den Gegner mit den Händen oder Ellenbogen zu reiben/scheuern(1).

(1) Dieses Reiben/Scheuern erzeugt nur lokalen Schmerz im angewendeten Bereich.

13. Qiya - drangsalieren, niederdrücken, überfallen

欺壓

„Qi” bedeutet soviel wie betrügen oder täuschen, „ya” (1) bedeutet die gegnerische Hand mit großer Kraft niederzudrücken.

14. Gua - blockieren, in die Falle laufen, sich verfangen

Dies bedeutet, mit der Hand oder dem Fuß den Gegner zu umschlingen(1).

(1) Als Beispiel mit der Hand oder dem Fuß den gegnerischen Körper zu umschlingen um ihn zu kontrollieren oder niederzuwerfen, ähnlich den Wrestling (Ringer) Techniken.

15. Li - verlassen, weggehen, sich trennen, auseinandergehen

Dies bedeutet, sich vom Gegner zu lösen aus Angst vor einem Angriff.

16. Shanzuan - ausweichen und täuschen

閃賺

Dies bedeutet, den leichtgläubigen Gegner zu täuschen(1) und ihn anzugreifen.

(1) Ablenkende Techniken bei einem leichtgläubigen Gegner zum Angriff zu benutzen, wie etwa „dein Schnürsenkel ist offen”.

17. Bo - sich bewegen, zerstreuen/vertreiben, an etwas herumfummeln

Dies bedeutet, die Hände zu benutzen um den Gegner mit Gewalt(1) zu bewegen.

(1) Das ursprüngliche Schriftzeichen ist „ying”. Es bedeutet gewaltsam kämpfen.

18. Tui - schieben

Dies bedeutet, den Gegner gewaltsam zur Seite schieben(1).

(1) Dieses Schieben geschieht ohne eine bestimmte Absicht.

19. Jianse - hart und unsanft, beteiligt und verwickelt, kompliziert und unklar

艱澀

Dies bedeutet, dass die Fähigkeiten noch nicht reif sind(1).

(1) Die Fähigkeiten sind noch nicht gut entwickelt.

20. Shengying - steif, starr, hart/rau, Mangel an der Fähigkeit zu wechseln

生硬

Dies bedeutet, anzugreifen mit rücksichtsloser Energie(1) und zu versuchen mit steifen Fähigkeiten zu gewinnen.

(1) Rücksichtslose Energie bedeutet einfach nur anzugreifen, ohne die benötigten Prinzipien verstanden zu haben.

21. Pai - beiseite schieben, hinausstoßen, abwehren, ausschließen, ablehnen, entfernen

Dies bedeutet, das Problem weg zu schieben(1).

(1) Ohne das Problem unmittelbar gelöst zu haben.

22. Dang - blockieren, zurückhalten, hindern, unterdrücken, hemmen

Dies bedeutet, dass die Fähigkeit des Anlockens/Herauslockens(1) des Gegners, um ihn in Schwierigkeiten zu bringen, noch nicht entwickelt ist, daher wird er nur mit Kraft gestoppt.

(1) Die ködernde/lockende Fähigkeit ist nahezu in jeder Taiji Fähigkeit enthalten. Anstatt den Gegner mit Kraft davon abzuhalten in den eigenen Raum einzudringen, sollte die Fähigkeit erlernt werden ihn zu ködern und aus der Balance zu bringen.

23. Ting - aufrecht stehenbleiben, aushalten, ausstehen, unnachgiebig

Dies bedeutet hart, zäh oder steif (1).

(1) Ting bedeutet, dass man bereits verloren hat, aber unfähig ist, sich die Niederlage einzugestehen.

24. Ba - Tyrann, Herrscher

Dies bedeutet, Kraft zu benutzen um andere zu kontrollieren, wie ein mit Kraft prügelnder Tyrann (1).

(1) Zum Beispiel nur Kraft, nicht Fähigkeiten, zu benutzen, um andere zu kontrollieren.

25. Teng - etwas entfernen um Platz zu schaffen, befreien

Dies bedeutet, den Gegner mit der rechten Hand festzuhalten, mit der linken seinen Arm zu stützen(1), dann die rechte Hand zu lösen, um ihn damit zu schlagen.

(1) Es wird eine Reihe komplizierter Techniken gebraucht, anstatt eine einfache direkte Technik anzuwenden.

26. Na - kontrollieren, ergreifen, nehmen, halten

Dies bedeutet, die Gelenke des Gegners zu greifen und zu kontrollieren

27. Zhi - gerade, direkt, offen, unverblümt

Dies bedeutet, direkte/gerade Kraft zu benutzen; in der Kraft ist keine Weichheit, kein Winden, kein Schlängeln/Anpassen enthalten.

28. Shi - einfach und ungeschmückt, dumpf, naiv

Dies bedeutet, zu einfach, zu ungeschmückt(1), man wird sehr leicht hinters Licht geführt und schikaniert.

(1) Die Fähigkeit ist dumpf und die Anpassungsfähigkeit (Wechsel) fehlt.

29. Gou - anhaken/festhaken

Dies bedeutet, den Fuß zum Festzuhaken(1) zu benutzen und den Gegner zu werfen.

(1) Eine bestimmte/festgelegte Technik zu benutzen, um den Gegner zu kontrollieren.

30. Tiao- heben, hochziehen

Dies bedeutet, etwas hochzuziehen(1).

(1) Es bedeutet, etwas gewaltsam anzuheben, zu kontrollieren und dann wegzuwerfen.

31. Peng - ausdehnen, aufblasen/aufpumpen

Dies bedeutet, hartes „qi” (Energie) und Kraft(2) zu benutzen, um den Angriff des Gegners abzuwehren und wegzustoßen, anstatt „zhongqi”(Mitte, Zentrum; das chinesische Schriftzeichen zeigt eine Zielscheibe, die genau in der Mitte von einem Pfeil durchbohrt ist; das große „qi” des Himmels „daqi” (Atemluft) verbindet sich mit der Nahrungsenergie „guqi”. Es entsteht die rhythmische Energie „zhongqi”)(3) zu benutzen, um die gegnerische Hand zu binden.

(1) Hartes „qi” bedeutet Muskelkraft.
(2) „Zhongqi kommt aus „zhongding” (zentrales Gleichgewicht /Balance).

32. Di - Widerspruch, widersetzen, widerstehen, draußenbleiben, unterstützen

Dies bedeutet, nur hartes „qi” und Kraft zu benutzen, um gegen den Gegner zu bestehen.

33. Gun - schlingern/drehen, rollen

Dies bedeutet, aus Angst getroffen zu werden, sich wegzudrehen, gleich einem Ball der wegrollt.

34. Gentou Gunzi(1) - zurückschnellender Schlagstock (Purzelbaum schlagender Stock)

根頭棍子

Dies bedeutet, wird das schmale Ende eines Schlagstockes heruntergedrückt, schnellt das dicke Ende hoch und trifft(2).

(1) Gentou bedeutet Purzelbaum. Gunzi bedeutet Stock. Dieser Stock hat ein dickeres und ein schmaleres Ende. Liegt der Stock auf dem Boden und das dünne Ende wird schnell getroffen/geschlagen, schnellt der Stock hoch. Dies ist ein Kinderspiel. Wird dabei ein Fehler gemacht und man steht im Weg wird man von dem hochschnellenden Stock getroffen. Gewöhnlich wird man von dem dickeren Ende getroffen.
(2) Im Pushhands werde ich trotz einer erfolgreichen Technik vom Gegner getroffen.

35. Tuoda - verstohlener Schlag, heimlicher Angriff, Überraschungsangriff

偷打

Dies bedeutet, nicht direkt anzugreifen, sondern an einer Stelle, an der der Gegner nicht vorbereitet ist, sich zu verteidigen.

36. Xintan - gierig, verworfen/verdorben, versteckt, habgierig

心攤

Dies bedeutet, dass die Fähigkeiten noch nicht ausreichen um zu gewinnen, jedoch sehr verworfen und gierig zu sein, was automatisch zum Misserfolg führt.

Von den oben aufgeführten 36 Krankheiten, hat jemand vielleicht alle, einige, 4 oder 5, 1 oder 2. Hat eine Person auch nur eine von ihnen, wird das Können/die Fähigkeit nicht reifen. Wenn das Können einer Person gereift ist, werden keine Fehler mehr vorkommen.

元氣
Yuan Qi

Kann das „yuanqi” (ursprüngliche Energie) weich gehalten werden, fühlt sich keine Bewegung unangenehm an.

Aber was geschieht im Pushhands?

Es heißt, wenn die Hand des Gegners ankommt(1), sollte meine Hand die Fähigkeit haben ihn anzulocken um den Gegner in eine unvorteilhafte Position zu bringen. Dies wird Zou - gehen/weggehen genannt. Zou hat auch die Bedeutung von Yin - anlocken/ködern. Warum also wird „yin” - anlocken auch „zou” - gehen genannt?

走引進
Zou Yin in

Yin bedeutet, den Gegner anzulocken; zou bedeutet, dass er kommt und ich gehe, mich ihm nicht widersetze, im Sinne von zulassen, deshalb wird es zou genannt. Allerdings bedarf zou der Qualitäten von „yin” und „jin” (eintreten). (ein Übender mit hohen Fähigkeiten kann den Gegner anlocken, in der Art und Weise, dass er nicht anders kann als zu folgen. Folgt er, befindet sich der Übende mit den hohen Fähigkeiten in einer vorteilhaften Position, der Gegner hingegen in einer unvorteilhaften und der Übende kann agieren wie er möchte. (2) Dies ist der Schlässel im Taijiquan, der ohne hartes und ausdauerndes Training nicht erlangt werden kann.

(1) Im chinesischen meint die gegnerische Hand kommt heran, jedwede Art von Angriff, ob nun Schlag oder Tritt.
(2) Diese Anmerkung stammt von Chen Xin.

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